Zukünftig wird es möglich sein auf Basis von OpenSolaris einen Standard-Server als Storage Appliance zu nutzen bzw. ein “Multi Purpose” System zu bieten. Dazu mehr in Bob Porras’ Blog.
Ab OpenSolaris build 77 wird ein im Kernel integrierter CIFS-Server eingeführt, der auf Samba basiert. Dieser unterstützt NFSv4 (inc. Windows-ACLs) und ZFS (integrierter Volumemanager, Quotas, Snapshots, Snapshot-Clones).
Geplant ist darüber hinaus NFSv4 Mirror Mounts (auf NFS-Servern verteilt liegende Daten, die Server-übergreifend transparent für den User im Zugriff sind), ICAP (für Virenscanner-Engines), NDMP und ADS-Integration. Vor kurzem wurde bereits ISCSI-Target bereitgestellt.

Wenn man nicht viel darueber weiss, dass NetAPP grossteils aus Ex-Sun, Ex-Prestoserve Leuten besteht, die hingeschmissen hatten, weil Sun genau solche Produkte damals nicht anbieten wollte und die NetAPP Gruender erstmal huebsch abblitzen liess, dann kann man schon so nen Eindruck bekommen.
Andere Leute fragen sich, wie viel Rache da von Seiten Suns dabei ist.
Erinnert naemlich ziemlich stark daran, wie SGI mit den Nvidia Gruendern umsprang – da war nichts anderes als verletzter Stolz massgeblich dafuer, dass dann auf ATI gesetzt wurde.
Ein wenig mehr denken schadet manchmal nicht…
Welche Motivation hinter Suns OpenSolaris/OpenStorage-Strategie steckt weis wahrscheinlich nur Sun. Vielleicht steckt ja tatsächlich auch ein Funke Lernfähigkeit durch Erkennen von eigenen Fehlern in der Vergangenheit dahinter… Zur Geschichte von Sun und Netapp kann ich nicht viel beitragen. Als Netapp gegründet wurde hatte ich noch nichts mit professioneller IT zu tun. Heute interesssiert mich das auch nur insofern wie die Entwicklung dieser Firmen weiter verläuft.
Für mich als Endkunde ist Suns Schritt Richtung OpenSolaris/OpenStorage ein wichtiger Aspekt an dem man sehen kann, dass sie Marktanteile in diesem Bereich zurückzugewinnen wollen. Ob diese Strategie aufgehen wird wird man sehen…