Will man bei Solaris die Performance überwachen empfehle ich zusätzlich zu den mitgelieferten Tools die Programme der Performance Tools CD. Hier ein paar “real life”-Ausgaben der Systemlast auf einem Sun Fire 6800-System (Oracle-DB-Import während Unicode-Migration eines mySAP.ERP2005-Systems). Im Beispiel wird eine auf Disk exportierte DB in eine leere DB importiert. Dabei wird auch auf Unicode konvertiert.
Die Tools cpubar und iobar in Aktion:
Im linken Bereich von cpubar sieht man die Auslastung der CPU-cores. Der deutlich größte Teil der Last (gün) wird vom R3load und den Oracle-Prozessen verbraucht. Die vom Betriebssystem selbst bzw. vom Kernel verursachte Last wird rot dargestellt. Der orange Teil stellt dar, dass die cores mehr oder weniger auf IO warten mussten, d.h. von Disk lesen und auf Disk schreiben. Deutlicher wird das am zweiten roten Balken rechts daneben. In der “blocked queue” sieht man wie viele Prozesse aktuell auf IO warten. Der Speicherverbrauch wird außerdem weiter rechts angezeigt.
iotop Statistik:
Diese iotop-statistik zeigt eines deutlich: Es gibt bei Zugriffen auf Speichermedien mehr relevante Werte als den Durchsatz in MB/s. Interessant ist vor allem auch IOPS (Schreib- und Lesevorgänge). Datenbanken wie Oracle schreiben und lesen i.d.R. in 8kB großen Böcken.
In diesem Beispiel sind die Disks per Multipathing-Software (hier EMC Powerpath) an ein Storagesystem angebunden (hier EMC DMX4). Dabei stehen 2 Dual-Channel 2Gb/s Fibrechannel-HBAs vom Typ Emulex LP9002-DC zur Verfügung. Der HBA-Typ bzw. der daruf verbaute ASIC entscheidet über dessen Leistungsfähigkeit.
Für die Administration unter Windows kann Portable Putty und XMing empfehlen (ssh-Client und X-Server).


Mit der cpubar haste ja was angestellt. Jetzt brauche ich einen größeren Monitor
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Hübsch wie die IOPS über alle vier Pfade zu einer LUN verteilt werden.
Was lag denn auf D41? D40 waren Logs oder DB?