Spickzettel für SAP Systemkopie mittels Networker

  • Für das Backup backint (mittels cpio) statt rman verwenden, da die SAP brtools keinen Restore auf anderen Rechner mit Oracle rman beherrschen…
  • Offline-Backup auf Quellsystem (PRD) erstellen, als Online-Backup empfiehlt sich die Variante “online consistent”, bei der alle zugehörigen Archivelogs gleich mit gespeichert werden.
  • ggf. Optimierung auf Restore-Performance durchführen, d.h. beim Einsatz von Bandgeräten möglichst Bandwechsel und Positionierungen vermeiden – deshalb Aktivierung von saveset bundling und Reduzierung von Multiplexing
  • Backup-Protokoll und -Konfigurationsdateien identifizieren und auf Zielsystem kopieren, ggf. anpassen
    • PRD-Server:/oracle/PRD/sapbackup/<Protokoll zum PRD Offline-Backup>.aff muss nach QAS-Server:/oracle/QAS/sapbackup kopiert werden
    • Die Dateien initPRD.sap und initPRD.utl müssen von PRD-Server:/oracle/PRD/102_64/dbs/ nach QAS-Server:/oracle/QAS/102_64/dbs/ kopiert werden
    • In der initPRD.utl muss client=PRD-Server explizit gesetzt werden (nur für Systemkopie relevant, d.h. wenn Quell- und Zielrechner aus Networker-Sicht unterschiedlich sind)
  • Start Restore mit brrestore -m full,PSAPTEMP,00,0 -p initPRD.sap -b <Protokoll zum PRD Offline-Backup>.aff -r initPRD.utl
  • Danach folgen die üblichen Nacharbeiten zur Systemkopie innerhalb SAP
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5 Responses to Spickzettel für SAP Systemkopie mittels Networker

  1. Bernd Schmidt says:

    Unser größtes Problem waren Downtimes während der SAP Systemkopien/SAP Mandantenkopien. Viele wissen nicht, dass sich mittels Add-On Tools wie dem Data Sync Manager (DSM) von EPI-USE auch einzelne Objekte sicher kopieren lassen. Wir nutzen das Tool seit mehreren Jahren und ich kann es sehr empfehlen.

    Grüße
    Bernd

  2. otmanix says:

    Hallo Bernd,
    auf den ersten Blick erinnert mich das Tool an SAP TDMS. Das haben wir aufgrund der miserablen Performance und negativen Erfahrungen bei Referenzkunden wieder verworfen. Der Vorteil einer netzwerkbasierten Synchronisierungslösung ist mir klar. Im HR-Bereich haben wir auch bereits ein entsprechendes Tool im Einsatz. Die Frage ist, wie eine solche Lösung mit einer Prod-Datenbank >1TB performt…
    Das Thema Downtime läßt sich auch via Datenbank-Snapshots/Clones mit Storage-Hilfsmitteln erschlagen.

  3. Hallo Otmanix,
    Sie haben Recht, unser Tool ist ein Konkurrenz-Produkt zu TDMS bzw. zum Data Distiller von SNP, der ja die TDMS “motorisiert”. Unser Konzept ist in einigen Bereichen etwas anders und jede Vorgehensweise hat in bestimmten Situationen ihre Vorzüge. Grundsätzlich ist DSM im Vergleich “light” (kein eigener Server) und schnell. Ich würde mich freuen, wenn wir Ihnen das Produkt einmal kurz vorstellen dürften. Wir haben sehr zufriedene Referenzkunden und sind in D erst seit ca. 2 Jahren am Markt aktiv.

    Mit freundlichem Gruß, Peter Maier-Borst EPI-USE Labs GmbH

  4. Bernd Schmidt says:

    Hallo Otmanix,
    der Data Sync Manager läuft problemlos auch auf Datenbanken > 5 TB.
    Die Performance ist jedoch insgesamt von der Beschaffenheit/des Zustandes der Datenbank abhängig. Die Nutzung des DSM bringt im Vergleich mit Snapshots/Clones folgende Vorteile mit sich:
    => Snapshots benötigen wesentlich mehr Zeit und Speicherplatz
    - Der DSM kann gezielt einzelne Objekte in das Zielsystem kopieren.
    - Bei der Mandantenkopie können beispielsweise gezielt HCM Daten ausgeblendet werden. Die Datenschutzbedingungen haben sich z.B. in Baden Württemberg kürzlich geändert – das macht es nun einfacher, da diese HR Daten schlicht ausgeblendet, oder via “Data Secure” auch anonymisiert werden können.
    - Für die Installation neuer Systeme nutzen wir den System Builder, der ein konsistentes Repository (zentraler Zugriffspunkt auf SAP-Business-Objekttypen/ BAPIs) ermöglicht.
    => insgesamt spart der DSM sichtbar Resourcen im Entw/QA Bereich !

  5. otmanix says:

    Danke für die Infos vorab, wenn wir das Thema Systemkopie heuer im Q2 nochmals beleuchten werde ich diese Variante auch mit einbringen.

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