Posts Tagged “Mediaserver”

Vorlesen mit webReader

Heute möchte ich ein paar persönliche Erfahrungswerte bzgl. Java PS3 Mediaserver Performance bei der Wiedergabe von HD-Videos weitergeben, die ich in zahlreichen Tests ermittelt habe. Zum besseren Verständnis hier zunächst noch ein paar Grundlagen zur Arbeitsweise des PMS (Verhalten ab Version 1.10.1):

Wie kommen die Videos zur PS3?

PMS – Ablaufdiagramm für Streaming von HD-Videos

P.S.

Die Doku zu PMS gibt wenig Details zur Arbeitsweise wieder. Falls ich hier etwas falsch dargestellt haben sollte bitte ich um konstruktive Kritik.

Erprobte Einstellungen für PMS

LAN

Bei 100MBit/s-LAN gibt es bei der direkten Wiedergabe von HD-Videos, bzw. per tsmuxer, keine Einschränkungen. Muss auf Avisynth/Mencoder als Transcoding-Engine zurückgegriffen werden ruckelt es ggf. bei schwächeren CPUs. Bei der Nutzung von CoreAVC Standard-Edition als Videocodec für HD-Videos (statt ffdshow tryouts) kann die benötigte CPU-Leistung für das Decoding um bis 30% gesenkt werden. Wer eine eine DirectX10-kompabtible Grafikkarte von NVidia sein eigen nennt, kann mit CoreAVC Professional die CUDA-Schnittstelle von NVidia nutzen. Nahezu die komplette Last für das Decoding des HD-Videos wird nun von der GPU statt CPU erledigt. Relevant für die Leistung der GPU ist die Anzahl der Shader. Aber selbst die Einsteiger-Grafikkarte 9400GT reicht bereits völlig aus für diesen Zweck.

In den allg. Transkodierungseinstellungen hat sich bei der MPG2 Video Qualität folgende Einstellung bewährt:

keyint=1:vqscale=1:vqmin=2

WLAN

Bei 54MBit/s-LAN gibt es bei der direkten Wiedergabe von HD-Videos, bzw. per tsmuxer, bis 720p keine Einschränkungen. Bei 1080p-Videos kann es zu Rucklern kommen. Bezüglich Avisynth/MEncoder gelten die bereits zuvor genannten Hinweise.

In den allg. Transkodierungseinstellungen hat sich bei der MPG2 Video Qualität folgende Einstellung bewährt:

keyint=25:vqmax=7:vqmin=2

Comments Kommentare deaktiviert

Vorlesen mit webReader

ACHTUNG: neues Howto Java PS3 Media Server für dummies in diesem Blog veröffentlicht!!!

Der PMS hat zur Revision 299 wieder ein paar Bugfixes erfahren, genaueres findet sich im changelog.

Ich habe mir außerdem die Zeit genommen und die deutsche Übersetzung überarbeitet. Hier die Datei zum selber kompilieren: messages_de.properties (zum Bearbeiten benötigt man nur einen vernünftigen Texteditor).

Download

Hier nun PMS 1.10 / Revision 299 mit aktualisierter deutscher Übersetzung zum Download:

Linux: pms-linux-1.10.tgz

Windows: pms-setup-windows-1.10.exe

Wie immer noch der Hinweis: Es handelt sich um Beta-Software!!! Wie immer Dank an Shagrath und Robin für die tolle Software!

Update – deutsche Übersetzung integriert – Feedback erwünscht!

Hier nun PMS 1.10.1 / Revision 305 zum Download:

Linux: pms-linux-1.10.1.tgz

Windows: pms-setup-windows-1.10.1.exe

Die von mir im Schnelldurchlauf aktualisierte deutsche Übersetzung ist jetzt im Standard-PMS integriert. Ich bitte um Kommentare, um die Übersetzung noch verständlicher und frei von Fehlern zu bekommen. Außerdem habe ich bei den Entwicklern angeregt auch die Hilfe und FAQ in einer übersetzten Version bereitzustellen.

Comments 2 Kommentare »

Vorlesen mit webReader

ACHTUNG: neues Howto Java PS3 Media Server für dummies in diesem Blog veröffentlicht!!!

Nachdem der Artikel zu PMS 1.09.1 beta auf sehr große Resonanz stiess lege ich heute nochmals nach und stelle den JavaPS3 Media Server 1.10 beta bereit.

Das offizielle Changelog gibt es hier bzw. hier.

Die größte Änderung betrifft die Behandlung der Tonspuren und Untertitel. Im Bereich DTS gab es auch Bugfixes.

Die neu eingeführte Funktion H264-Videos nur noch bei Bedarf zu transkodieren (wenn AVC Level > 4.1) wird nun um die Behandlung von Untertitel erweitert. Will man ein Video abspielen und nach den Vorgaben in der Konfiguration müssen Untertitel eingeblendet werden, dann wird transkodiert. Werden keine Untertitel benötigt und die PS3 kann das H264-Video direkt wiedergeben, dann wird automatisch tsmuxer als Transcoding-Engine benutzt. Damit wird der Videocodec unverändert zur PS3 gesendet. Unterstützt werden zur Zeit die Container-Formate ts, m2t, mov, mp4, avi und mkv.

Download

Download PMS 1.10 (aka PMS 1.09.2) beta für Windows und Linux

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für die Benutzung der Software keinerlei Verantwortung übernehme. Die Software stammt von Shagrath, der aber keine nightly builds wie bei anderen OpenSource-Projekten anbietet. Falls das zu viel Traffic auf meiner Site erzeugen sollte entferne ich die Dateien wieder ohne Vorwarnung.

Update

Ich habe die o.g. Downloads auf Revision 294 aktualisiert. Enthalten sind Fixes für remux, DTS und ts/m2ts.

Comments 3 Kommentare »

Vorlesen mit webReader

ACHTUNG: neues Howto Java PS3 Media Server für dummies in diesem Blog veröffentlicht!!!

hier die aktuelle Änderungsliste zu PMS 1.09.1 (beta / Revision 290):

(Änderungen seit PMS 1.04)

Änderungen / neue Features: gültig für Windows und Linux

  • Streaming support für DTS / DTS-HD core (DVD ISOs noch nicht unterstützt)
  • neue Option: Vereinheitlichung der Mencoder/tsMuxer engines, inklusive:
    • Automatische Auswahl zwischen H264-muxing oder -transcoding, basierend auf dem benutzten Audio/Video-Codec / ref frames support der ps3
    • Remux on the fly jeglichen H264-Inhalts aus MOV-, MP4-, und AVI-Containers (Beispiel: Apple HD Trailers)
    • Die Remux-Funktion kann per Oberfläche oder auf der PS3 im #Video Settings#-Menü deaktiviert werden

Änderungen / neue Features: gültig für alle unterstützten Betriebssysteme

  • XBox 360 support im Teststadium (Bilder, Musik, Videos : WMV8/WMA2 transcoding)
  • Mencoder archive handling (kein seeking support)
  • Automatischer Download von Alben-Covers von Amazon oder Discogs
  • Neue Funktion: Anzeige von Verzeichnis-Listen nach Datum sortiert
  • Alternativer cover art Ordner und zusätzlicher <video>.jpg support (zusätzlich zu bereits existierendem <video>.<ext>.cover.jpg)
  • Neue Übersetzungen/Sprachen: rumänisch und chinesisch
  • Aktualisierte Übersetzungen/Sprachen:finnisch, griechisch, isländisch, norwegisch, portugiesisch und schwedisch

Fehlerkorrekturen / behobene Fehler

  • Überarbeitetes RSS parsing (youtube playlists)
  • falsche Schriftartenerkennung auf einigen Systemen – dadurch wurden keine Untertitel geladen
  • behobener tsMuxer-Absturz am Dateiende
  • überarbeitetes UPNP discovery (in Arbeit)

Anmerkungen zur neuen (Beta-) Version

Das neue H264-Muxing hat erhebliche Performanceauswirkungen. Es wird nun standardmäßig beim Abspielen eines mov-, avi- oder mp4-Containers anhand des verwendeten Audio- und Videocodecs entschieden, ob ein Transkoding überhaupt notwendig ist. Die PS3 (mit aktueller Firmware!) kann schließlich diverses Material abspielen. Entfällt das Transkoding wird die CPU des PCs und das LAN deutlich weniger beansprucht. Extrem fiel mir das beim “big buck bunny”-Video in 1080p-Auflösung (im mov-Container) auf. Da war bei mir mit Athlon 64 X2 5050e (Dualcore, 2,6GHz) und LAN mit 100MBit/s vollduplex beim Erscheinen des Filmtitels immer sehr starkes Ruckeln. Nach Übertakten um 200MHz war das Ruckeln fast abgestellt, dafür der PC lauter und wärmer. Nun läuft das mit PMS 1.09.1 ruckelfrei bei selber CPU ohne Übertaktung und ohne Änderung am LAN …

Nett finde ich die Funktion für Musiksammlungen die Cover von Amazon automatisch herunterzuladen und beim Browsen anzuzeigen.

Die noch recht neue Unterstützung von DTS habe ich noch nicht getestet.

Ich kann die neue Version trotz des Betastadiums wirklich weiterempfehlen. Wer sie testen will muss sich diese allerdings selbst bauen. Für alle Heimwerker habe ich deshalb eine “PMS – do it yourself” Bastelanleitung parat. Zur Grundeinrichtung steht auch ein Howto bereit.

Download

Testweise stelle ich PMS 1.09.1 (Beta-Version!) für Windows (13MB) und Linux (6MB) zum Download bereit. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für die Benutzung der Software keinerlei Verantwortung übernehme. Die Software stammt von Shagrath, der aber keine nightly builds wie bei anderen OpenSource-Projekten anbietet. Falls das zu viel Traffic auf meiner Site erzeugen sollte entferne ich die Dateien wieder ohne Vorwarnung.

Nach Analyse meiner Logs und einem interessantem Referrer noch eine Anmerkung:

こんにちは。日本語が(ほとんど)話せません。始めまして。

Chers Français ! Tous nouvelles versions de PMS soutiennent le XBOX360. Download: http://otmanix.de/2009/04/18/java-ps3-media-server-fuer-dummies-teil-3-installation-und-grundkonfiguration/

Screenshots

Comments 2 Kommentare »

Vorlesen mit webReader

ACHTUNG: neues Howto Java PS3 Media Server für dummies in diesem Blog veröffentlicht!!!

Mitte Januar machte mich Blogleser Querdenker auf den PS3 Media Server aufmerksam. Ein erster Test zeigte recht schnell, dass diese Streaming Server Software mit integrierter Transcoding-Funktion optimal auf die Sony Playstation 3 abgestimmt ist. Mein bisheriger Favorit Mediatomb war zwar etwas vielseitiger begabt und bot mehr Möglichkeiten selbst Hand anzulegen, zog aber den Kürzeren in Sachen Usability und Optimierung hinsichtlich PS3. Da vor kurzem die Version 1.03 erschien nutze ich nun die Gelegenheit ein deutsches Howto für die Einrichtung des PS3 Media Server bereitzustellen. Der Einsatz und die Konfiguration der hier vorgestellten Tools hat bei mir wunderbar geklappt. Wie bei jeder Software lauern aber auch hier Fallstricke, die bedacht werden müssen. Prinzipiell sollte diese Anleitung auch für Windows Vista tauglich sein, was aber von mir mangels PC mit Vista nicht geprüft wurde.

Voraussetzungen für den Einsatz von PS3 Media Server auf Windows XP

Um den vollen Leistungsumfang von PS3 Media Server nutzen zu können benötigt man einen aktuellen Intel- oder AMD-Dualcore-Prozessor (Intel Core2 Duo, AMD Athlon 64 X2 oder schnellere CPU) und mindestens 500MB freien Arbeitsspeicher (RAM). Die Netzwerkverbindung zur Playstation 3 läuft optimal per Kabel (Cat5e) mit 100Mbit/s oder besser 1Gbit/s. Während des Streamings sollte der PC nicht unnötog belastet werden.

Mit geringeren Hardwareresourcen (CPU, RAM,niedrige Netzwerkbandbreite) kann es bei der Wiedergabe von HD-Videos zu Rucklern kommen, ebenso zu Zeitversatz von Bild und Ton.

Die PS3 hat eine Wireless LAN Netzwerkkarte mit 54Mbit/s integriert. Darüber ist die Wiedergabe von hochaufgelöstem Videomaterial nicht fehlerfrei möglich. Es gibt allerdings die Möglichkeit die Qualität der Videos herunterzurechnen bzw. die zur Verfügung stehende Netzwerkbandbreite zu limitieren um bei geringen Engpässen noch zu optimieren. Dies verursacht aber durch zusätzlich notwendige Berechnungen weitere CPU-Last. Eine sehr schnelle CPU kann also ggf. auch 1080p-HD-Videos mit verminderter Qualität per 100MBit/s streamen. Es sollten weitere Aktivitäten im Netzwerk zum Zeitpunkt des Streamens vermieden werden, insbesondere bei WLAN, da dies ein geshartes Medium ist.

Für das Streamen von Webinhalten (Shoutcast, Podcast, Webcast, Youtube) sollten mindestens 2MBit/s Richtung Internet bereitstehen.

Installation und Grundkonfiguration

Netzwerkkonfiguration

Das einfachste und zuverlässigste Setup sieht so aus: PC und PS3 hängen an einem DSL-Router mit integriertem Switch. Falls der Router nur einen LAN-Port besitzt ist ein zusätzlicher LAN-Switch nötig. An dem werden PS3 und PC angeschlossen werden und dessen Uplink-Port wird mit dem LAN-Port des Routers verbunden. Der Router enthält i.d.R. einen integrierten DHCP-Server, der dem PC und der PS3 automatisch jeweils eine eindeutige IP-Adresse im selben Subnetz zuweist. Dabei weist sich der Router selbst als Default-Gateway und DNS-Server aus (für Zugriffe ins Internet notwendig).

Probleme können auftreten, wenn die automatische Konfiguration der Netzwerkkarte im PC oder der PS3 am Switchport fehlschlägt. D.h. beim Autonegotiation wurde die Netzwerkgeschwindigkeit (10/100/1000 MBit/s) und der Duplexmodus (Halb- oder Vollduplex) nicht korrekt ausgehandelt. In diesem Fall bekommt die Netzwerkkarte entweder gar keinen Link oder es kommt zu Performanceengpässen. Das kann durch manuelle Einstellung der zuvor genannten Parameter (link speed, duplex mode) in der Netzwerkkartenkonfiguration am PC oder der PS3 behoben werden. Bei mir wollte z.B. der LAN-Port der PS3 nur bei 100MBit/s halbduplex mit dem DLink LAN-Switch zusammenarbeiten.

Die zweite Variante besteht darin, dass die PS3 und ggf. auch der PC per WLAN mit dem Router (oder einem Acceesspoint) verbunden sind. Die IP-Konfiguration wird auch hier per DHCP automatisch erledigt. Die PS3 hat eine integrierte Wireless LAN Netzwerkkarte mit dem Standard 802.11 b/g mit bis zu 54MBit/s. Die Geschwindigkeit wird durch räumliche Gegebenheiten und frei verfügbare Funkkanäle negativ beeinflusst. Es reicht für das Streamen von HD-Videos nicht aus.

Die manuelle Einstellung von IP-Adresse, Subnetzmaske, Default-Gateway und DNS-Server sollte nur durchführen wer auch die Bedeutung der Werte versteht…

Für das Streamen von HD-Videos gilt folgende Faustregel: 1080p läuft mit 1GBit/s, 720p mit 100MBit/s bei Dualcore-CPU >= 2,4GHz

SSDP-Suchdienst

Zunächst einmal muss geprüft werden ob ein best. Windows-Dienst für die Erkennung von UPnP-Geräten im Netz läuft. Dazu rechte MT auf “Arbeitsplatz > Verwalten > Dienste und Anwendungen > Dienste > SSDP-Suchdienst”. Der Status muss auf “gestartet” stehen. Falls noch nicht aktiv, rechte MT > “Starten” und per Doppelklick den “Starttyp” auf automatisch stellen.

Mediainfo (optional)

Die Software Mediainfo gibt Auskunft, welches Containerformat und welcher Audio-/Videocodec in einer Multimedia-Datei zur Erstellung derselben verwendet wurden. Zum Eingrenzen von Performance- oder Abspielproblemen ist das ein unverzichtbares Hilfsmittel.

VLC (optional)

Der Player VLC von Videolan wird in erster Linie für das Streamen von Webinhalten benötigt, also z.B. für das Anzeigen von Youtube-Videos auf der PS3.

Codec-Sammlung (optional, bedingt Avisynth)

Falls noch nicht verhanden sollte eine geeignete Codec-Sammlung installiert werden. Ich empfehle dazu das K-Lite Mega Codec Pack, das alle relevanten Codecs und Tools zu deren Konfiguration enthält, z.B. ffdshow und Haali Media Splitter. Das Code Pack kann in unterschiedlichen vordefinierten Varianten oder benutzerdefiniert installiert werden. Ich empfehle das Profile 8 (lots of stuff without Player) und als Standard-Player am PC dazu den Windows Media Player 11. Alternativ kann natürlich auch das Profile mit dem mitgelieferten sehr guten Player benutzt werden.

Videobearbeitungstool Avisynth (optional, bedingt Codec-Sammlung)

Als Ergänzung fehlt dann noch die Software Avisynth (>= 2.5) und der das dazugehörige Plugin VSFilter. Die vsfilter.dll (Unicode) muss dann in das Plugin-Verzeichnis von Avisynth kopiert werden (C:\Programme\AviSynth 2.5\plugins).

Grundkonfiguration der Tools (optional, bedingt Codec-Sammlung und Avisynth)

Hierbei geht es um die Konfiguration von Untertiteln und des Lautsprechersetups.

Dazu im Startmenü unter “Programme > K-Lite Codec Pack > Configuration > ffdshow audio decoder” aufrufen. Im Menü “Mixer” muss das Lautsprechersetup konfiguriert werden. Um 5.1 Surround Sound (Lautsprecher: 4x Surround, 1x Center, 1x Subwoofer) auf der PS3 zu nutzen muss “3/0/2 – 5 channels” eingestellt werden.

Anschließend ist noch im Startmenü unter “Programme > K-Lite Codec Pack > Configuration >Haali Media Splitter” den Karteireiter “Options” aufzurufen. Dort im Menü “languages” ist folgendes einzustellen:

Audio language priority: ger,eng

Subtitle language priority: ger,eng

audio and subtitle languages: ger,off;eng,ger;*,ger;*,eng

Trackset languages: ger,eng

Die o.g. Einstellungen bewirken, daß standardmäßig Deutsch ohne Untertitel, alternativ Englisch mit deutschen Untertiteln, usw. bei der Verwendung von Avisynth als Transcoding-engine abgespielt wird.

Im Menü Compatibility den Wert für “autoload VSFilter” auf “Yes” setzen.

Java

Der PS3 Media Server wurde mit der Programmiersprache Java entwickelt und benötigt zum Betrieb deshalb Java2 Runtime >= 1.6, als aktuell JRE 6 Update 11.

PS3 Media Server Installation

Nach Installation aller Voraussetzungen kann nun der Java PS3 Media Server, aktuell in der Version 1.03 verfügbar, installiert werden. Der PMS wird per Default im Verzeichnis C:\Programme\PS3 Media Server installiert. Dort werden auch die Konfigurationsdateien web.conf und pms.conf gespeichert. Diese können mit einem Editor wie PSPad (optional) komfortabel bearbeitet werden.

PS3 Media Server Konfiguration

Installation als Windows-Dienst

PMS kann als Windows-Dienst installiert werden und läuft damit automatisch nach dem Start von Windows im Hintergrund. Wer unter Windows die Personal Firewall aktiv hat muss ggf. die Datei C:\Programme\PS3 Media Server\win32\service\wrapper.exe zu den Ausnahmen hinzufügen. Die Installation als Dienst erfolgt in PMS im Karteireiter “General Configuration” durch Drücken von “Installation as a windows service”.

Verschiedene PMS-User berichten über Probleme bei der Einrichtung als Dienst – ich habe es selbst noch nicht getestet. Zum Teil liegt das auch noch an einem Bug bei der Benutzung von Windows Vista in Kombination mit dessen Benutzerkontensteuerung. Als Workaround kann man PMS natürlich auch im Autostart-Ordner des Startmenüs hinterlegen und somit im Vordergrund laufen lassen.

Netzwerk

Falls im PC mehr als eine Netzwerkkarte aktiv ist muss die Karte, die PMS nutzen soll, im Karteireiter “General Configuration” unter “Force networking on interface” ausgewählt werden. Dies kann der Fall sein wenn man ein Notebook benutzt, was i.d.R. mit LAN und WLAN ausgestattet ist. Außerdem installieren Virtualisierungsprogramme wie VMware oder Virtualbox sog. virtuelle Netzwerkkarten. Falls PMS die falsche Netzwerkkarte für den Broadcast benutzt wird PMS von der PS3 nicht entdeckt.

Karteireiter “Navigation/Share Settings”

Setzt man den Haken bei “Thumbnails generation” werden beim Browsen von Ordnern on the fly Vorschaubilder für die Mediendateien generiert. Das sieht gut aus, kostet aber Zeit.

“Browse … archives” ermöglicht die Navigation in komprimierten zip- und rar-Archiven.

Unter “Shared folders” kann man mit dem grünen + Symbol Ordner am PC hinzufügen, die Mediendateien enthalten (Audio, Video, Bilder) und die der PS3 zur Verfügung gestellt werden. Dies sollte aus Sicherheitsgründen unbedingt durchgeführt werden, da per default alle Ordner des PCs bereitgestellt werden.

“Enable media library” stellt eine leere Datenbank bereit in der Tags von Mediendateien gesammelt werden (MP3-Dateien können z.B. Angaben zum Interpret, Album, Titel, etc. enthalten). Diese Daten werden dann genutzt um auf der PS3 neben der Navigation durch Ordner auf der PC-Festplatte auch die Navigation per Tags zu ermöglichen. D.h. man kann z.B. alle Audio-Dateien nach Genre oder Interpret durchforsten. Die Datenbank wird durch das Drücken des Lupe-Symbols erstellt und kann je nach Anzahl der zu durchsuchenden Dateien auch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Durchsucht werden alle zuvor eingestellten Verzeichnisse unter “shared folders”.

Transcoding settings

Wenn wie zuvor beschrieben Avisynth+Codecs und VLC installiert wurden kann man nun die rot markierten Transcoding Engines im linken Menü durch Markieren und Drücken des Stromstecker-Symbols aktivieren. Damit stehen alle Transcoding-Varianten bereit. Avisynth+Mencoder ist die bevorzugte Streaming Engine für HD Videos.

Menü Common Transcoding Settings

“Transcode buffer max. size” gibt an wie viel Platz auf der Festplatte PMS temporär für das Transcoding benutzen darf, maximal sind das 600MB.

Bei “Number of cores” stellt man die Anzahl der real vorhandenen CPU-Kerne ein. Beim Intel Core 2 Duo und AMD Athlon64 X2 sind das 2.

“Number of Audio channels” beschreibt das Lautsprecher-Setup, d.h. man muss “6 channels 5.1″ für 5.1 Surround Sound einstellen.

“AC3 Audio Bitrate” gibt die Qualität des digitalen Audiosignals für die PS3 an.

Unter “Video quality settings” kann  man die Qualität des Videobildes einstellen. Hierfür sind 2 Parameter vorgesehen:

“Maximum bandwith” gibt an welche Netzwerkbandbreite maximal von PMS für den Stream zur PS3 genutzt werden darf. Der Default -Wert “0″ sagt aus, dass es keine Limitierung gibt. Das ist für >= 100MBit/s per Kabel sinnvoll. Für WLAN kann man den Wert an den eigenen Bedarf anpassen. Der Haken dabei: PMS braucht zusätzliche CPU-Leistung um bei Bedarf die Qualität der Mediendateien beim Streaming bei Bedarf herunterzurechnen. Bei HD-Videos sollte man dann schon eine CPU >=  3GHz haben. Diese Einstellung wirkt nur für die engines MEncoder und Avisynth/MEncoder.

Mit “MPEG 2 video quality settings” kann man die Qualität beim Transcoding beeinflussen. Je höher die Qualität, desto mehr Netzwerkverkehr wird erzeugt. “keyint=1:vqscale=1:vqmin=2″ hat sich bei mir im LAN bewährt. Im Drop Down Menü finden weitere Werte und Empfehlungen. Je höher die Werte für vqscale und vqmin desto schlechter wird die Videoqualität.

Menü Video files engines – MEncoder

Der “Enhanced multicore support” ist noch eher experimentell und hat bei mir nach kurzer Abspielzeit von Videos zum “Einfrieren” des Betriebssystems geführt. Deshalb empfehle ich das vorerst noch aus zu lassen.

Audio language priority: ger,eng

Subtitles language priority: ger,eng

Audio/subtitles languagge prority: de,off;ger,off;en,de;eng,ger;en,en;eng,eng;en,off;eng,off;*,off

Die o.g. Einstellungen bewirken, daß standardmäßig Deutsch ohne Untertitel, alternativ Englisch mit deutschen Untertiteln, usw. bei der Verwendung von MEncoder als Transcoding-engine abgespielt wird.

Subtitles codepage: cp1252

Menü Video files engines – Avisynth/ffmpeg

Bei Encoder settings bitte “-g 1 -qscale 1 -qmin 2 -maxrate 50M -bufsize 5M” angeben.

Der Parameter “maxrate” gibt die Möglichkeit eine Bandbreitenbeschränkung in MBit/s einzustellen. Je höher die Werte für qscale und qmin desto schlechter wird die Videoqualität.

Weitere Einstellungen

Alle weiteren Einstellungen habe ich auf den Standardwerten belassen. Nach Fertigstellung aller o.g. Aktionen PMS neu starten.

Bedienung von PMS auf der PS3

Transcoding

Beim Browsen durch die Ordner werden die Mediendateien (mit Vorschaubild) aufgelistet. Alle avi, mpg, mp3, wma und wav Dateien werden ohne Transcoding direkt an die PS3 gestreamt. Für alle anderen Dateitypen wird die Default-streaming-engine verwendet. Sollte das Abspielen misslingen kann im virtuellen Unterordner #- Transcoded -# die gewünschte Datei zunächst ausgewählt werden und danach die zu verwendende streaming-engine bestimmt werden. Per try and error kann man nun feststellen, ob PMS in der Lage ist mit Hilfe einer der Engines das Material an die PS3 zu streamen.

Web-Streaming

PMS kann als Streaming Client genutzt werden, der wiederum den Stream aus dem Internet an die PS3 weitergibt. Auf diese Weise kann man Youtube-Videos oder Radiosender der PS3 bereitstellen. Die Konfiguration der Web-Inhalte erfolgt in der Datei web.conf, die zur Zeit noch manuell editiert werden muss. Bei Änderungen an der Datei muss PMS durchgestartet werden. Die Inhalte werden dann auf der PS3 im vituellen Ordner “Web” bereitgestellt. Hier meine Beispiel-web.conf zum Dowload: web.conf fuer ps3 media server Nach dem Download nach C:\Programme\PS3 Media Server kopieren und zu web.conf umbennen. Die vorhandene web.conf-Datei bitte zuvor Umbenennen oder Löschen…

Media library

Die Mediendatenbank wird über den virtuellen Ordner #- Media library -# bereitgestellt. Dort kann man dann Bilder sortiert nach Datum, Musik nach Interpret oder Genre, usw. durchsuchen.

Vorlauf / Rücklauf / Pause bei Videos

Das Vor- und Zurückspulen in höheren Geschwindigkeiten ist noch verbesserungsfähig. Zuverlässig funktioniert die “gehe zu” Funktion mit der man angibt, zu welcher Abspielzeit man springen will. Im Gegensatz zu Mediatomb funktioniert bei PMS die Pause-Funktion bei transkodierten Videos.

Stresstest

Um PMS und das Netzwerk auf max. Last zu testen empfehle ich den kostenlosen, legalen Download des Bick buck bunny-Videos. Das Video liegt in unterschiedlichen HD-Auflösungen mit bis zu 1080p in unterschiedlichen Formaten vor, z.B. Apple Quicktime MPEG-4 Container mit AVC-Video- und AAC-Audiocodec.

Als Faustregel gilt: Falls das Netzwerk nicht der limitierende Faktor ist darf die CPU höchstens zu 60% beim “normalen Abspielen” des Videos im Windows Media Player ausgelastet sein, damit die Leistung für das Transcoding mit ruckelfreiem Bild reicht. Wird versucht bei knapper Netzwerkbandbreite an den Stellschrauben für die Videoqualität oder Bandbreitenbeschränkung zu drehen muss die CPU noch weitere Reserven bereithalten.

Weiterführende Themen

Weiterführende Themen und Hilfestellungen zu häufigen Problemsituationen kann man im PMS im Karteireiter Readme sowie FAQ/Help nachlesen. Dort wird z.B. die Priorisierungen der Streamings engines und Einstellung benutzerdefinierter thumbnails besprochen. Darüber hinaus ist das PMS Forum eine weitere Anlaufstelle für Fragen. Im Bereich “issues” kann man die aktuell gemeldeten Probleme und deren Bearbeitungsstatus nachlesen.

Beta- bzw. Testversionen

Neueste Testversionen werden nicht als “nightly builds” o.ä. angeboten. Allerdings kann man sich die neueste Beta ohne großen Aufwand selber bauen. Wie das geht habe ich in einem nachfolgenden Artikel “PMS Build how to” beschrieben. So kommt man in den Genuss von Bugfixes, neuer Funktionalität und neuer Bugs ;)

Update

Ich habe die deutsche Übersetzung des PMS zwischenzeitlich aktualisiert, was in der aktuellen Betaversion auch schon integriert ist. Hier wurde u.a. das Feature hinzugefügt, dass HD-Filme, falls von der PS3 direkt abspielbar, nicht mehr transkodiert werden. Es gibt eine Erkennung für div. Containerformate, u.a. mkv. Wer die neueste BETAVERSION testen will kann sich diese als Download in diesem Blog besorgen. Dazu einfach die Artikel in diesem Blog mit dem tag “ps3mediaserver” ansehen. Sie werden unregelmäßig aktualisiert. Weitere Infos zur Reduzierung der notwendigen CPU-Leistung und Updates zum PMS finden ebenfalls im Blog. Ein Durchblättern der Artikel lohnt sich, wenn man PMS ausreizen/optimieren möchte :)

Screenshots und Fotos

Videos

PMS Ordner-Navigation

PMS Transcoding Engines

PMS Webcasts, Youtube

PMS DVD-Navigation (iso-image)

P.S.

Die Videos sind bei Einhand-Bedienung des Joypads enstanden, da in der anderen Hand die Uralt-Handy-Kamera filmte. Als bitte keine schlauen Kommentare… ;)

Comments 80 Kommentare »